Entscheidungen | Wie man das Spiel beeinflusst… oder auch nicht

Zu erst muss ich erwähnen, dass dieser Beitrag die Spiele Dishonored, BioShock und auch einen kleinen Teil von Fallout spoilert, also haltet euch lieber fern falls ihr die Spiele spielt oder noch nicht gespielt habt, es aber vorhabt.

Meist ist nicht klar, welchen Weg man gehen soll.


Wer Dishonored gespielt hat wird wissen, wie man sich fühlt , wenn man eine Entscheidung treffen muss. Entscheidungsmöglichkeiten in Videospielen sind ein kompliziertes Thema, denn es gibt mehrere große Gruppen:
Die Moral, die Berechnung, spontane und unbewusste Entscheidungen.

Moral

Dishonored ist ein ideales Beispiel um die moralischen
Aspekte von Entscheidungen zu veranschaulichen.
Oben wurde Gutes getan unten nicht


Fangen wir mit dem Größten an, der Moral. Wie oben bereits erwähnt, hat Dishonored einige Momente der Entscheidung die den Spieler vor die Frage Stellen :“Töte ich das Ziel und lasse ich es leben“. Denn je nachdem wie man sich entscheidet nimmt das Spiel ein anderes Ende an. Dies ist dem Spieler vorerst nicht bewusst, doch mehr dazu später. Moralische Entscheidungen, lassen den Spieler stoppen um nachzudenken, nachzudenken was man selbst machen würde, ob man Leute töten oder leben lassen würde. Meist haben moralische Fragen keine Auswirkung auf einen selbst, doch in anderen Spielen wie Fallout wiederum ist genau das Gegenteil der Fall. In Fallout wirken sich Entscheidungen auf den Spieler selbst aus, zudem sind auch meist mehrere Parteien vorhanden. Nehmen wir als Beispiel die Mission, in der man entscheiden muss ob man die Wasserversorgung für die RNK herstellt und somit seine Gunst bei der Armee erhöht oder ob man die Bewohner der Vault, die man betreten hat, am Leben lässt, dafür aber die Farm der RNK eingehen lässt. Auf den ersten Blick scheint die Entscheidung klar. Man hilft der RNK, da man daraus profitiert, dann aber kommt einen der Gedanke, „Was ist, wenn ich die Bewohner am Leben lasse. Helfen sie mit später vielleicht?“. Nun schweifen wir aber in die nächste Gruppe ab.

Die Berechnung

Die nächste Gruppe ist die Berechnung. Man wird vor eine Frage gestellt, auf die man nach Vernunft handeln muss, um das richtige zu tun, es handelt sich also um die Äpfel und Birnen im Leben. Ein gutes Beispiel hierfür wäre der Skilltree in World of Warcraft. Anfangs erscheint es, als ob der Skilltree voller schwerer

Berechnungen kommen häufig bei Charakter Werten vor.
Hier überwiegt der Healing-Faktor

Entscheidungen sei. Später jedoch wird man feststellen, dass er eigentlich voller Berechnungen steckt. Man wird sich fragen, ob es besser ist seinen Angriff oder seinen Healing-Faktor zu erhöhen. Eine eher schwierigere Arte der Berechnung ist die Berechnung der Charaktere. Nachdem man eine Entscheidung getroffen hat, die einen oder mehrere Charaktere beeinflussen, wird man nie wissen wie jene darauf reagieren. Hilft man Charakter A bezieht man vielleicht eigene Vorteile, aber Charakter B könnte zum Feind werden. Hilft man jedoch B kommt man selber zu kurz, dafür sind aber alle Parteien glücklich.
Lange Rede kurzer Sinn: Das Verhalten von Personen ist viel schwerer vorher zu sagen und man kann nicht immer Berechnen, welche die bessere Option ist.
Berechnung und Moral können auch dicht aneinander liegen, so etwa in Bioshock. Denn entschließt man sich die Little Sisters auszubeuten um mehr Adam zu bekommen fällt das Ende wesentlich schlechter aus, rettet man die Little Sisters jedoch bekommt man nach einiger Zeit große Mengen an Adam geschenkt und erhält ein besseres Ende, nun muss man sich entschieden ob es das sofortige Adam wert ist, oder ob es sich lohnt zu warten. 

Spontane Entscheidungen

Der dritte Typ sind die spontanen Entscheidungen, diese haben eigentlich meist nie großen Einfluss. Größtenteils haben diese die Form von verschiedenen kleineren Alternativen, die den Selben Ausgang haben.

Was auch zu einem anderen Thema führt, die Illusion. Die Illusion lässt den Spieler glauben, eine Entscheidung zu treffen die dann doch auf das Gleiche hinausläuft, egal welche Option man wählt. Man kann sich das so wie in der Abbildung oben vorstellen, man geht einen Weg und kommt zu einer Gabelung an der man sich entscheiden muss welchen Weg man geht .Aber egal was man tut, man kommt immer auf den selben Weg zurück. Wie im echten Leben hat man auch hier Kontrolle über die Möglichkeiten die man hat und benutzt diese auch, jedoch hat man keine Kontrolle über die Konsequenzen

Es gibt aber auch spontane Entscheidungen, die einen auf die Probe stellen, so etwas die Pilze in Super Mario Bros. Man springt gegen einen Block und es kommt ein Pilz raus, dieser bewegt sich jedoch nach rechts und genau hier muss man sich entscheiden. Läuft man dem Pilz hinterher und erwischt ihn, wird man größer und hat somit bessere Chancen, man weiß aber nicht was weither hinten wartet und ob es der Pilz wert ist ein Leben zu riskieren.
Hierfür verwendet man die Begriffe Langzeit-Ziel und Kurzzeit-Ziel, wobei das Langzeit-Ziel bei Mario ist, Peach zu retten und das Kurzzeit-Ziel ist zu überleben. Der Pilz stellt also die Wahl dar eins der Ziele zu verfolgen, läuft man ihm hinterher hat man größere Chancen die Prinzessin zu retten, jedoch geht man ein Risiko ein, da man nicht weiß was vor einen liegt. Dieses Problem nennt man IIP (Incomplete Information Problem)

Nun jedoch zur letzten Unterart der Entscheidungen, den
Unbewussten Entscheidungen

Unbewusste Entscheidungen sind besonders tückisch, denn man bemerkt ihre Folgen erst später. Nehmen wir zum Beispiel den alten Mann dem man am Anfang von Chrono Trigger begegnet. Man kann sich sein Essen nehmen oder es in Ruhe lassen, über etwas so banales denkt man gar nicht nach, obwohl es dann zum Schluss einen riesen Unterschied macht wie man gehandelt hat. The Witcher 2 stellt einen auch schon kurz nach Spielbeginn vor eine kleine Entscheidung, die Konsequenzen sind jedoch enorm. Sie sind sogar so weitreichend, dass man zwei unterschiedliche Geschichten erhält, basierend auf eine kleine unbewusste Entscheidung ganz zu Beginn des Spiels die man getroffen hat. 

Die Konsequenzen die eine Entscheidung haben kann

(Eigentlich wäre das hier ein Beispiel für spontane Entscheidungen, jedoch ist man sich zur Zeit in der man sich entscheidet kaum der Folgen bewusst.)

Ich hoffe euch hat es gefallen und damit tschüss, bis zum nächsten Mal,
MRColourblock
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Ein Gedanke zu “Entscheidungen | Wie man das Spiel beeinflusst… oder auch nicht

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