Mad Father

RPG Maker Spiele haben ja einen eher negativen Ruf. Das extrem einfache aber unendlich vielseitige Programm ermöglicht es jedem sein eigenes Spiel zu erstellen und das ohne große Programmierkenntnisse. Natürlich findet man RPG Maker Spiele auch massig im Steam Store. Bei all den schlechten Beispielen kann man gute Spiele leicht übersehen.

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Mad Father ist ein RPG Maker Horrorspiel, hier wird gezeigt, wie man es richtig macht.

Mad Father existiert schon lange, vor zwei Jahren hat es seinen Weg aber auch auf Steam gefunden. Da Spiele wie Mad Father oder Misao zuvor nur von Leuten gespielt wurden, die sich für die Nische der RPG Maker Horrorspiele interessiert haben, wurde es so einer viel größeren Spielerschaft vorgestellt.

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Da Mad Father im RPG Maker erstellt wurde erinnert es visuell natürlich sehr an diverse ältere JRPGS. Hierbei sollte man erwähnen, dass ziemlich viele der bereits vorhandenen Assets verwendet wurden, bei den Charakteren findet man jedoch selbst erstellte Sprites und Bilder. Für diverse Effekte, wie etwas die Schrift im Bild oben, griff man auf eine Methode namens Parallax Mapping zurück. Da auch ich einige Zeit mit der RPG Maker Software verbracht habe, weiß ich, dass es manchmal sehr mühsam ist, für jede Map eine solche Parallax Map zu erstellen. Die Räume erhalten dadurch aber viel mehr Charakter, weshalb mehr RPG Maker Spiele diese Technik anwenden sollten.

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Man übernimmt in Mad Father die Rolle von Aya, der Tochter von Alfred Drevis, einem Wissenschaftler. Eines Abends erwacht Aya und muss feststellen, dass ihr Haus von Monstern überrannt wurde. Sie macht sich daher auf die Suche nach ihrem Vater und trifft im Laufe der Zeit auf einige kuriose Gestalten. Einige wollen ihr helfen, wie etwa der mysteriöse Ogre, der auch in anderen Spielen des Entwicklers auftaucht. Die meisten Monster wollen Aya aber schaden und Rache an Alfred nehmen. Denn dieser hat ziemlich viel Dreck am Stecken, wie Aya feststellen muss.

Um Ayas überleben zu sichern, muss der Spieler diverse Rätsel lösen, diese reichen von versteckten Zahlencodes zu mehr weitreichenden und komplizierteren Puzzles. Es kann leicht passieren, dass man sich verläuft oder einen Teil seiner derzeitigen Aufgabe nicht findet. Daher sollte man regelmäßig speichern, denn überall gibt es Todesfallen, die man vorher nicht kommen sieht. Dies sind anfangs noch interessant und sorgen für den ein oder anderen Schreckmoment, im späteren Spielverlauf werden diese Fallen aber nur zum Ärgernis.

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Wie die meisten Horrorspiele des RPG Makers hat auch Mad Father mehrere Enden. Diese werden meist von den Entscheidungen, die man während des Spielens getroffen hat, beeinflusst. Um das wahre Ende zu erreichen muss man hier aber alle der versteckten Edelsteine finden. Während einige der Edelsteine leicht zu finden sind, braucht man besonders gegen Ende des Spiels vermutlich einen Guide aus dem Internet. Respekt an alle, die diese Aufgabe ganz alleine gemeistert haben. Besonders ärgerlich ist es natürlich, wenn man für einen Edelstein besonders weit zurückgehen muss, was in Mad Father allgemein ein kleines Problem ist. Je weiter man in der Story voranschreitet, desto mehr Gebiete erkundet man. Glücklicherweise entstehen hierdurch auch Abkürzungen zu bereits erkundeten Orten. Da man aber regelmäßig von einem Ende der Karte zum anderen Laufen muss, kann man leicht verwirrt werden, was ziemlich frustrierend sein kann.

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Mad Father wird Fans zu den besten RPG Maker Spielen auf dem Markt gezählt. Trotz seiner Mängel, wie den vielen vorinstallierten Assets und dem vielen Backtracking, hat es diesen Ruf aufgrund der interessanten Geschichte und Charaktere aber redlich verdient.

Falls ihr nun an Mad Father interessiert seid, könnt ihr es hier auf Steam kaufen.

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