My anxiety and me

Dieser Beitrag wird etwas anders und etwas persönlicher sein als sonst. Wer jetzt also die Internetseite wechseln will, darf das gerne machen.

Mit meine Website läuft es im Augenblick so gut wie nie zuvor. Alleine im letzten Monat habe ich mehr Aufrufe generiert als im gesamte letzten Jahr. Eigentlich sind das ja tolle Nachrichten, die mich dazu anspornen sollten, fleißig weiter daran zu arbeiten. Jedoch bin ich in letzter Zeit extrem unmotiviert.

Das könnte man nun einfach als Schreibblockade abstempeln, bei mir reicht das aber weiter hinaus. Vermutlich höre ich mich an, als wolle ich Aufmerksamkeit oder Bestätigung, ich weiß aber, dass ich mit meinen Problemen weder speziell noch alleine bin. Dieses Wissen gibt einem aber auch eine seltsame Art von Zugehörigkeit, da es auch andere gibt, mit denen man sich austauschen kann.

Jedenfalls möchte ich über mein Problem mit der Anxiety (der Begriff Angst sorgt meiner Meinung nach häufig für Missverständnisse, wenn es um dieses Thema geht).

Schon von Anfang an hatte ich Probleme damit, neue Leute kennen zu lernen. Ursprünglich dachte ich, dass ich einfach sehr introvertiert bin. So zum Zeitpunkt der 8. Klasse wurde mir aber klar, dass ich nicht einfach introvertiert bin. Ich fing an, mir unbegründet Sorgen um meine Zukunft zu machen, dies erreichte seinen Höhepunkt in der Oberstufe des Gymnasiums. Hier fing ich nämlich mit meinem Führerschein an.

Anfangs freute ich mich sehr auf das Autofahren, endlich selber mobil sein. Schon nach der ersten Fahrstunde wurde mir aber klar, dass Autofahren für mich ein Problem sein wird. Ich weiß nicht warum, aber immer wenn ich Autofahren musste, wurde ich davor extrem nervös. Ich wusste auch, dass meine Nervosität völlig unbegründet ist, es half aber alles nichts. Letztlich wurde es so schlimm, dass ich mich schon den ganzen Tag, bevor ich überhaupt eine Fahrstunde hatte, extremes Unwohlsein empfand. Am schlimmsten waren aber die Fahrprüfungen, ich konnte bereits eine Woche vor Prüfung an nichts anderes mehr denken, zwei Tage vorher hatte ich auch Bauchschmerzen und konnte fast nichts mehr essen. Dies war aber nur bei Fahrprüfungen so, vor keiner Schulaufgabe und nicht einmal dem Abi hatte ich Angst oder Bedenken.

Letztendlich fasste ich nach 6 Monaten Fahrschule und 3 Prüfungen den Beschluss, mein Vorhaben abzubrechen. Es machte mich körperlich und mental einfach zu sehr fertig. Auch wurden meine zufälligen Zukunftsängste dadurch nicht besser. Teilweise machte mich ein Termin beim Fotografen schön nervös.

Seit dem ich mit dem Führerschein aufgehört habe, geht es mir aber wesentlich besser. Nicht nur konnte ich an meinen Zukunftsängsten arbeiten, so dass ich meiner Zukunft jetzt hoffnungsvoll und nicht ängstlich entgegen blicke, ich konnte auch meine sozialen Fähigkeiten erweitern. Fremde Leute ansprechen, neue Freunde finden oder Smalltalk auf einer Party führen sind mittlerweile Alltag geworden. Mittlerweile habe ich auch einen Namen für mein Problem: Generalized Anxiety Disorder ( Generalisierte Angststörung)

Natürlich gibt es auch jetzt noch Momente, in denen die Angststörung hervorkommt, diese treten aber immer seltener auf und nur, wenn mir ein Vorhaben sehr wichtig ist. Damit möchte ich auch wieder an den Anfang meiner Geschichte anknüpfen. Der Boom meiner Seite ist darauf zurückzuführen, dass ich nach dem Abi einfach abschalten konnte und mir keine Sorgen über die nähere Zukunft gemacht habe. Jetzt steht aber das Studium bevor und der Stress nimmt ziemlich zu, sobald aber alles geregelt ist und ich in meiner neuen Wohnung bin, sollte sich alles langsam wieder beruhigen.

Ich hoffe, dass ich euch nicht zu sehr gelangweilt habe, aber es tat sehr gut, diesen Beitrag zu schreiben. Außerdem möchte ich mich natürlich bei allen Lesern bedanken, egal ob alt oder neu. Diese Seite gibt mir schon seit langem ein Gefühl der Freude und des Stolzes.

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2 Gedanken zu “My anxiety and me

  1. Hi, ich will mich nicht in dein Leben einmischen, aber es gibt da so einen Spruch, den ich auch immer bei mir trage: „Außerhalb der Komfortzone beginnt das Leben!“

    Ich möchte dir nur sagen: spring über deinen Schatten, sonst manifestiert sich das noch in dauerhafter Angst, obwohl du eigentlich nichts zu befürchten hast! ^^

    Was wäre denn das „Schlimmste“, was dir passieren kann (während Fahrschule usw.)?
    Absolutes Worst Case… Vielleicht malst du dir einen Unfall aus…?! Unbegründet, denn du hast einen FS-Lehrer neben dir! Er/Sie hat die gleichen Pedale auf der Beifahrerseite, wie du am Steuer auch!

    Prüfungsangst?
    Worst Case: Du fällst durch und darfst/kannst die Prüfung wiederholen…!

    Ganz einfaches Ding!

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