Warum sind Videospiel-Filme eigentlich so schlecht?

Viele Videospiele würden super Material für Filme hergeben und mit „Detektiv Pikachu“ und „Sonic The Hedgehog“ kommen bald auch zwei große Namen in die Kinos. (Wobei letzterer jetzt schon auf Kritik gestoßen ist) Aber wer sich mit Videospiel-Filmen auskennt, der weiß, dass diese meisten totale Fehlschläge waren. Die Story macht keinen Sinn, mit den Spielen haben sie oft wenig zu tun und allgemein wirken sie einfach billig gemacht. Aber warum ist das so?

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Kein Input von Außen

Filme mit Spielen als Vorlage werden oft kritisiert, da sie wenig bis gar keine Ähnlichkeiten zu den Spielen aufweisen.

Nehmen wir mal „Agent 47“ als Beispiel:

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Der Filmtitel sowie der Name des Protagonisten machen es klar, dass es sich um einen Hitman Film handelt. Ändert man beides, so hätte man keinen Plan, dass dieser Titel irgendetwas mit den Spielen zu tun hat. Agent 47 sieht im Film nicht aus wie Agent 47, er benutzt seine besonderen Fähigkeiten und Gadgets nicht und man sieht auch keine anderen bekannten Gesichter. Hätte man hier mehr Input von außen, in erster Linie von den Entwicklern der Hitman Spiele, bekommen, so wäre der Film vielleicht nicht so gefloppt.

Hey there fellow Kids

Videospiele sind ja eher ein Phänomen der jüngeren Generationen, die Leute, die für die Produktion von Filmen zuständig sind, gehören dieser Generation leider nicht mehr an. Der Adam Sandler Film „Pixels“ macht dies besonders deutlich. Eigentlich sollte er eine Hommage an die frühe Videospielkultur werden, da sich die Produzenten des Films aber sehr wahrscheinlich einfach nicht mit Videospielen (und „Nerdkultur“) auskennen, haben wir einfach nur einen sehr oberflächlichen Film mit schlechten Flachwitzen erhalten. Etwas anderes war von Adam Sandler aber eigentlich auch gar nicht zu erwarten.

Uwe Boll – Made in Germany

Viele Videospiel-Filme, besonders die älteren, stammen tatsächlich aus Deutschland. Der Mann, der uns das beschert hat, heißt Uwe Boll. Aber warum gerade Deutschland und warum waren alle Filme ein Flop? Das Zauberwort hierfür lautet: Medienfonds. Für alle, die nicht wissen, was Medienfonds sind, hier die Wikiepedia Seite. Aber im Prinzip handelt es sich hierbei um Möglichkeiten, seine Filme zu finanzieren und dabei ordentlich an Steuern zu sparen. Und Uwe Boll wird vorgeworfen diese Medienfonds sehr gerne in Anspruch genommen zu haben. Angeblich soll aber nicht das ganze Geld der Medienfonds auch in seine Werke geflossen sein. Und so produzierte er einen schlechten Film nach dem anderen.

Es ist sogar so weit gegangen, dass eine „Stopp-Boll-Petition“ erstellt wurde, in der Boll vorgeworfen wird, er habe alle zukünftigen Möglichkeiten für gute Videospiel-Filme in den Sand gesetzt. (Quelle: Wikipedia)

 

Glücklicherweise sieht Detektiv Pikachu ja sehr vielversprechend aus und Sonic The Hedgehog hat ja auch auf die Kritik der Fans reagiert. Es sieht also nicht komplett düster aus für Videospiel-Filme.

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