Sekiro: Shadows Die Twice

Sekiro: Shadows Die Twice hat sich schnell zu einem meiner absoluten Lieblingsspiele entwickelt. Und nachdem ich Sekiro jetzt auf 100% durchgespielt habe, möchte ich jetzt meine Meinung zum Spiel teilen.

Sekiro wird oft mit FromSoftwares anderer Spielereihe Dark Souls verglichen, aber eigentlich gibt es nicht sonderlich viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Spielen.

Dies fällt bereits auf, wenn man sich das Storytelling anschaut. Sekiro greift auf das klassische System einer geleiteten Handlung zurück, die auch einige Story Cutscenes einsetzt, während Dark Souls ja auf Envoiremental Storytelling setzt.

Man übernimmt daher die Rollte von Wolf, dem Leibwächter vom Drachenerbe Kuro. Kuro trägt das Drachenblut in sich, das unendliches Leben verspricht, welches aber einen Preis mit sich bringt, den jedoch die Mitmenschen des Erben in Form von der Krankheit „Drachenfäule“ zahlen müssen. Wolfs Aufgabe ist es, Kuro zu helfen das Drachenerbe zu beenden und die Zukunft Japans zu sichern.

Das Kampfsystem in Sekiro ist sehr schnell und besonders belohnend. Anders als in Dark Souls wird in Sekiro viel mehr auf genaues Timing gesetzt, es gibt nämlich keine Rolle mit Unverwundbarkeit Frames und ständiges blocken funktioniert nur bedingt. Der einzige Weg wirklich sicher zu sein ist durch perfektes Parrieren der gegnerischen Angriffe.

Natürlich wäre Sekiro kein FromSoftware Game, wenn die Bosskämpfe nicht das Herzstück des Spieles wären. Hier gibt es wie bei allen normalen Kämpfen zwei Arten zu gewinnen: Entweder man leert langsam aber sicher die Lebensleiste seiner Gegner oder man wird aggressiv und versucht die Haltung der Gegner durch eine Kombo von Angriff und Parieren zu brechen. Sobald man eines von beiden erreicht hat, kann man einen Todesschlag ausführen, gleiches können die Gegner aber auch am Spieler auslösen. Hier hört der Kampf aber meistens nicht auf, denn die meisten Bosse haben mehrere Phasen, die in mehrere Healthbars aufgeteilt sind

Vorweg muss ich sagen, dass es viele Minibosse gibt, die man unter anderem Namen einfach mehrfach bekämpfen muss, wobei man das aber auch als Messlatte für seinen Fortschritt im Umgang mit den Spielmechaniken sehen kann, da man durchs erneute Kämpfen Vergleichswerte bekommt.

Alle großen Story Bosse bringen aber ihre eigenen Mechaniken mit, die Adaption und ständige Aufmerksamkeit vom Spieler verlangen.

Der Untertitel „Shadows Die Twice“, kommt natürlich nicht von irgendwo her, denn in Sekiro habt ihr die Möglichkeit nach eurem ersten Tod weiter zu kämpfen, indem ihr euch durch das Drachenblut wiederbeleben lasst. Sollte ihr aber ein zweites mal sterben, ohne eine weitere Wiederbelebung zur Verfügung zu haben, verliert ihr die Hälfte eurer aktuellen Erfahrung (dies gilt übrigens auch für Geld). Sollte das zu oft passieren besteht die Chance, dass gewisse NPCs an der Drachenfäule erkranken, wodurch nicht mehr mit diesen interagiert werden kann, Drachenfäule verringert auch die Chance, dass Unseen Aid ausgelöst wird. Die Krankheit kann aber durch gewisse Items geheilt werden. Leider hat die Drachenfäule keine ernsthaften Auswirken für den Spieler, da man mit den meisten NPCs eh nur einmal interagiert und die Items, die zur Heilung benötigt werden, alles andere als selten sind, wodurch sich das ganze etwas reingeschustert anfühlt.

In Sekiro wird einem nur ein Waffe, das Sabimaru, zur Verfügung gestellt. Jedoch kann man sein Arsenal mittels von Prothesen erweitern, die durch den Charakter des Bildhauers in Wolfs prosthetischen Arm eingebaut werden. So kann er unter anderem Shurikens werfen oder Gegner mit Knallkörpern ins Taumeln bringen. Diese Prothesen können natürlich verbessert und angepasst werden.

Besagte Prothese wird auch zur Fortbewegung in der Welt genutzt, da sie einen integrierten Greifhaken hat, wie praktisch.

Ein Levelsystem ist auch in abgewandelter Form vorhanden. Besiegte Gegner bringen euch Erfahrung, die irgendwann in einen Skillpunkt umgewandelt wird. Eure Skillpunkte könnt ihr dann an Sculptor Idols (dem Equivalent zu den Bonfires aus Dark Souls) gegen Fähigkeiten umtauschen, bessere Fähigkeiten kosten dementsprechend auch mehr Skillpunkte.

Zusätzlich könnt ihr euren Angriff mit Erinnerungen, also speziellen Bossitems, stärken und eure Gesundheit durch das Sammeln von Gebetsperlen erhöhen.

Sekiro: Shadows Die Twice ist zwar ein herausforderndes Spiel, dennoch kann ich allen empfehlen, dem ganzen eine Chance zu geben. Ein sehr belohnendes Kampfsystem macht Laune, die Lernkurve, und ab diesem Zeitpunkt beginnt der Spielspaß erst richtig.

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